Dateiendungen anzeigen lassen auf Windows 7, Vista, XP

Man denkt wohl, es sei wie beim Motor: Den muss auch keiner sehen, um zu wissen, dass das Auto fährt. Stimmt ja auch. Und doch gibt es Fälle, wo man die Endung sehen will.

So lassen Sie die Dateiendungen anzeigen:

  • Starten Sie den Windows-Explorer.
  • Bei Windows XP wählen im Menü Extras, Ordneroptionen.
    Bei Vista und Windows 7 drücken Sie vorher einmal die Taste [Alt], um die Menüleiste einzublenden, und wählen dann im nun kurze Zeit sichtbaren Menü Extras, Ordneroptionen. Bei Windows 7 gibt es auch den alternativen Weg über Organisieren, Ordner- und Suchoptionen.
  • Weiter:
    Auf allen Windows-Versionen wechseln Sie ins Register Ansicht.
  • Deaktivieren Sie die Option Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden.

Windows 7 Ordneroptionen: Datei-Erweiterungen anzeigen = ausblenden abschalten

  • Übernehmen Sie mit OK.

Ab jetzt werden die Dateierweiterungen (mit Ausnahmen) angezeigt.

Sinnvoll ist das zum Beispiel, um Malware mit gefälschter bzw. doppelter Datei-Erweiterung zu erkennen.

doppelte Datei-Erweiterung

Ausnahmen dennoch anzeigen: NeverShowExt

Einige Endungen zeigt Windows prinzipiell nicht an, auch nicht mit so geänderten Einstellungen. Das gilt zum Beispiel für die Endung .pif. Natürlich kann man Windows so einstellen, dass auch diese Erweiterung (engl: file extension) angezeigt wird. Um zum Beispiel Dateien mit der Extension .pif dennoch anzuzeigen,

  • starten Sie den Registry-Editor ([Windows R], regedit eingeben, [Enter]) und
  • öffnen Sie den Schlüssel HKEY_CLASSES_ROOT\piffile.
  • Löschen Sie den Wert NeverShowExt (markieren, dann [Entf] drücken).
  • Nach einem Neustart zeigt Windows die Dateiendung .pif an.

So geht das mit jedem Dateityp, den Windows nicht anzeigt.
Welche das sind, kriegen Sie so raus:

  • Drücken Sie im Registry-Editor [F3],
  • geben Sie als Suchbegriff NeverShowExt ein
  • lassen Sie suchen – irgendwann findet er was.
  • Wiederholen, bis zufrieden.
  • Ist dieser Eintrag existent, signalisiert er, dass beim zugehörigen Dateityp, zu dessen Zweig er gehört, die Erweiterung auch dann ausgeblendet werden soll, wenn das Ausblenden der Erweiterung deaktiviert wurde. (Was rauchen die da eigentlich in Redmond?)

Das NeverShowExt-Geschraube ist, ehrlich gesagt, nicht der Mühe wert und sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau 'normaler Nutzer' und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht's um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

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2 Antworten

  1. Jörg sagt:

    Hmm. Ich denke, dass das Ausblenden der Endungen für die meisten (Anwender) doch sinnvoll ist, da diese nicht wirklich den Zusammenhang zwischen einem “Suffix” und der Anwendung verstehen.
    Mehr als einmal ist es mir passiert, dass Anwender Daten von Excel nach Word konvertieren wollten, indem sie einfach das Suffix geändert haben. Merke: wenn ich ein Schild “Ferrari” auf meinen Seat klebe, ist er danach eben kein Seat mehr!
    Auch bei “schicken Sie mir das Bild als EPS” können Anwender sich als Suffix-ahnunglos erweisen, wenn man ein JPG lediglich umbenennt!

    • Andreas sagt:

      Har har, von dieser Konvertierungsmethode – umbenennen! – habe ich ja noch nie gehört! ;-) Gibts wirklich Leute, die das tun? (Was frage ich eigentlich…)