Tipps für Image-Backups und Abbilddatei-Sicherungen

Mit welcher Software Images sichern?

Wie oft soll ich sichern?

  • Sichern Sie C: möglichst wöchentlich oder wenigstens monatlich.
  • Sichern Sie C: vor jeder Installation von möglicherweise problematischer Software.
  • Sichern Sie C: nach jeder Installation von Software, sobald Sie einen Zustand erreicht haben, in dem Sie zufrieden sind, also alles optimal eingerichtet ist. Dann müssen Sie sich die Mühe des Einrichtens nicht ein zweites Mal machen, nachdem Sie das Abbild zurückgespielt haben.

Alte Backups sofort löschen?

  • Löschen Sie alte Backups nicht leichtfertig. Mal angenommen, Ihr Windows hat – man kennt das ja – mal wieder den Zustand erreicht, wo man sagt: „Hey, alles ist so lahm und voll – ich könnte Windows einfach mal wieder neu installieren!“ Dann nehmen Sie stattdessen einfach das Image-Backup vom Zeitpunkt nach der letzten Neuinstallation. Geht viel schneller, und das Ergebnis ist das gleiche. Nachdem Sie dann alle aktuellen Updates eingespielt und bevor Sie neue Software installiert haben, fertigen Sie dann wieder ein Image an – für den nächsten Restart-From-Scratch-Day. Denn der kommt bestimmt. Backups sind nur heute lästig, Backups macht man, um es zu einem künftigen Zeitpunkt leichter zu haben.

Was ist das beste Zielmedium für Backups?

  • Sichern Sie stets auf ein Zielmedium, das nicht das Quellmedium ist. Wenn ein Notebook nur eine Festplatte, aber die Partitionen C: und D: hat, dann ist das Backup von C: auf D: nur begrenzt sinnvoll, denn ein Plattencrash würde Original und Kopie gleichermaßen zerstören. Ideal sind externe Festplatten.
  • Verwenden Sie mindestens USB 2.0 HiSpeed, sonst dauert es ewig. Ich persönlich bevorzuge Firewire vor USB, aber das hat nicht jeder Rechner und die Platten/Gehäuse kosten mehr. USB und Firewire sind im Vergleich zu internen Platten langsam, Verhältnismäßig neu sind externe Platten mit eSATA-Anschluss: Die sind praktisch ebenso schnell  wie interne Platten, aber eSATA hat eben auch nicht jeder PC.

Weitere Tipps:

  • Auch, wenn es eigentlich nicht sein muss: Schalten Sie vor dem Sichern alle anderen Programme aus und schließen Sie möglichst viele Programme des Wartungsbereichs / der Systemablage.
  • Trauen Sie keiner Software: Verwenden Sie nicht nur Systemabbild erstellen, um Ihre Dateien zu sichern, sondern auch ein zusätzliches Tool wie Acronis True Image oder Paragon Drive Image. Wechseln Sie ab: Verwenden Sie in ungeraden Wochen das eine, in gerade Wochen das andere.
  • Trauen Sie keiner Hardware: Verwenden Sie ab und zu mal eine andere Festplatte, um das Backup zu sichern, oder dann doch mal die DVD. Falls Sie je Probleme mit dem Zurückspielen von einem bestimmten Medium haben, dann können Sie zur Not auf das andere Medium zurückgreifen.
  • Alle Artikel zum Thema Backup.

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau 'normaler Nutzer' und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht's um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

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