5 GB Cloud-Speicher von Ubuntu One nutzen

Voraussetzung für Ubuntu One ist, dass man vorher das Ding via Ubuntu selbst eingerichtet hat, ergo bereits ein Ubuntu-One-Konto besitzt, worauf ich hier nicht näher eingehe. Dann zieht man sich einfach folgenden Client, den ich vor circa einem Jahr schonmal dringend & verzweifelt aber vergeblich suchte, den es jetzt (wohl schon länger) aber wirklich gibt:

Als kleine Erschwernis kommt hinzu, dass UOW auf .NET aufsetzt und Microsoft ja nicht imstande ist, die entsprechenden Komponenten einfach mal standardmäßig auszuliefern. Es fehlt also auf Windows 7 meistens was, das man hier kriegt:

Der Client selbst ist wirklich ultra plain vanilla barebone basic: Sie können Ihre Ubuntu-One-Kontodaten eingeben, und anderen Rechnern die Konten entziehen, das wars.

Ubuntu One – Windows-Client

Der Client startet automatisch über Registry/HKCU…Run, das kann man raushauen und ihn dann bei Bedarf manuell selber starten.

Der Windows-Client synchronisiert aber nur, wenn man über das Icon im Systray via rechte Maustaste Synchronize Now wählt. Alternativ stellt man, wie ich im Shot, den Auto-Sync alle 30 Minuten ein.

Gesynct werden derzeit nur Dateien, sonst nichts, also keinerlei Einstellungen und auch für die Bookmarks gibts noch kein Plugin. Das Verzeichnis, das Ubuntu One synchronisiert, kann nicht selbst definiert werden, es liegt (wie bei Linux) per Vorgabe unter dem Namen Ubuntu One im Dokumentverzeichnis des aktuellen Benutzers, bei Windows also %USERPROFILE%\Documents\Ubuntu One.

Fazit: Ein bisschen mickrig, aber aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul: Gratis, 2 GByte, als Mini-Cloud-Backup ganz nett und zum schnellen Austausch von Dateien zwischen Windows und Ubuntu (dafür brauchte ichs) gut zu haben. Und hat man es einmal eingerichtet, kann man damit easy auch mehrere Windows-Rechner synchen. Erweiterte Dropbox-Funktionen fehlen natürlich, auf eine sichere Verschlüsselung würde ich nicht zählen, etc…

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau 'normaler Nutzer' und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht's um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

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