Fußball-WM 2010: Sicherheitstipps für Kicker & Computer

Gute PR muss belohnt werden, indem man ihr eine Chance gibt. Es mag zwar nicht ultra-originell sein, “Irgendwas zum Thema WM” zu machen, aber andererseits interessierte das kommende Gekicke in Südafrika wahrscheinlich mehr Leute, als man heute noch glauben mag. Bei mir ums Eck haben einige Kneipen schon große Zelte aufgebaut, um für’s public viewing abzudunkeln, und die Wirte ohne Flat-TV zittern schon. Selbst ich, das zwar als Bub im Verein gekickt hat – F-Jugend oder so – und sich eigentlich Null für Fußball interessiert, muss zugeben, dass ich mir dann doch das eine oder andere Spiel ansehen werden, rein der Gaudi halber, mit Pizza vom Lieferservice und Bier aus der Flasche.

Wie auch immer, hier also die grundsolide PR-Meldung vom 8. Juni 2010 von F-Secure, der Einfachheit halber fast unverändert im Quelltext, denn es gibt der Meldung eigentlich nichts hinzuzufügen:


Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure: “Ich appelliere an alle Fußball-Fans da draußen, Cyberkriminellen für ihre Fouls die rote Karte zu zeigen. Haltet die Augen offen, seid misstrauisch und sorgt dafür, dass der Rechner mitsamt Antiviren-Software immer auf dem aktuellsten Stand ist. Nur so kann gewährleistet werden, kein Opfer von dubiosen Webseiten zu werden.“

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – zwielichtige Ticketpreise: Gerade der Ticketverkauf lässt viele User unvorsichtig werden: Die Karten sind begehrt und viele Preise im Internet völlig überzogen – der ideale Nährboden für Hacker, um mit der Leichtgläubigkeit von Fußball-Fans schnell Kasse zu machen. Es sollte also darauf geachtet werden, die Karten möglichst nur auf der offiziellen Webseite der FIFA – www.fifa.com – zu bestellen. Ansonsten droht unter Umständen neben einem infizierten Rechner auch der finanzielle Totalschaden.

Acht Prozent vertrauen Blind: F-Secure führte dazu eine Umfrage in Deutschland durch, mit der Frage, wie hoch die Bereitschaft ist, Links mit dem Versprechen nach billigen Tickets anzuklicken. Das Ergebnis war ernüchternd: Knapp über ein Drittel von 1.509 Befragten gaben dabei an, sich vorzustellen zu können, den Link anzunehmen und fünf Prozent entschieden sich sogar, das dubiose Angebot ohne weiteres hinterfragen zu aktivieren.

Vorsicht statt Nachsicht: Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ist ein globales Ereignis – hier werden nicht nur Millionen von Fans elektrisiert, sondern auch tausende von Webseiten mit Schadsoftware infiziert. Ganz gleich ob es sich dabei um aktuelle Nachrichten oder Ergebnisse vom Turnier handelt, Cyberkriminelle nutzen die Gunst der Stunde, um Verwirrung zu stiften, täuschend ähnliche Webseiten zu platzieren oder einfach Spam-Mails mit zweifelhaftem Informationsgehalt und Ticket-Angeboten zu verbreiten.

Fischers Fritz fischt gerne Kreditkarten (Phishing): Erhöhte Aufmerksamkeit vor angeblichen Gewinnspielen und Benachrichtigungen: Hier haben es die Cyberkriminellen nur auf Kreditkartennummern, Zugangsdaten für das Online-Banking, Passwörter sowie weitere vertrauliche Informationen abgesehen.

Mikko Hyppönens Einmaleins für eine sichere FIFA WM 2010:

  • Spam verdient keine Beachtung – Niemand gewinnt bei einer Verlosung Freikarten zur FIFA WM 2010.
  • Kaufen Sie Tickets und Merchandising-Artikel nur auf der offiziellen Webseite unter www.fifa.com oder eines autorisierten Partners. Mehr Informationen dazu gibt es auf der FIFA-Webseite.
  • Versorgen Sie sich mit Nachrichten nur auf Webseiten Ihres Vertrauens.
  • Nutzen Sie den kostenlosen F-Secure Health Check unter www.f-secure.com/healthcheck und Online Scanner http://ols.f-secure.com zur Überprüfung des Rechners. Die 30-Tage Trial-Version der F-Secure Internet Security 2010 ist hier zu finden: http://www.f-secure.com/de_DE/downloads/

Noch ein Hinweis von mir: Den erwähnten F-Secure Online-Scanner habe ich hier getestet, den F-Secure Health Check hier.

 

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau 'normaler Nutzer' und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht's um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

Das könnte Dich auch interessieren …