Gratis-Virenscanner: Microsoft Safety Scanner

Die alte Version funktioniert nicht mehr wie hier beschrieben, es ist nun kein ActiveX-Scanner mehr (schlechte Technologie? ;-).
Die URL ist immerhin gleich geblieben:

Verfügbar ist das Windows-Tool für 32 und 64 Bit, einfach beim Klick auf Download oder Wählen Sie Ihre Version aus die Version wählen.

Es rutscht eine Datei namens msert.exe auf den Rechner. Starten, (nur) auf Vista und 7 Benutzerkontensteuerung bejahen und los geht's.

Wie üblich gibts drei Suchstufen, ich empfehle die Vollständige Überprüfung:

Tipp: Wählt man die Benutzerdefinierte Überprüfung, kann man einen Ordner auswählen, zum Beispiel Ihren Download-Ordner. Allerdings wird die Schnellüberprüfung dabei zusätzlich (vorher) ausgeführt.

Die Suche beginnt:

Und endet hoffentlich möglichst rasch so:

Absolut unkompliziert also, kann man ruhig mal benutzen.

Hinweise:

  • Zu wenig. Das Ding ist kein Ersatz für einen normalen Virenschutz wie mindestens Microsoft Security Essentials.
  • Zu alt. Ein einmal heruntergeladenes Tool ist am nächsten Tag veraltet, weil es keine Signaturen nachlädt. Speziell dieses Tool hört nach deswegen sinnvollerweise nach zehn Tagen auf, zu arbeiten. Also: Immer das neueste holen. Und nicht msert.exe auf CD brennen / USB-Stick ablegen, sondern den Link zur oben genannten Website.
  • Zu simpel. Systembedingt gilt: Virenscanner melden Malware-Infektionen, die sie finden konnten. Wenn sie nichts gefunden haben, heißt das nicht, dass keine Viren da sind. Das gilt besonders für Virenscanner wie diesen, die erst nachträglich arbeiten.
  • Zu schlecht: In dem, was msert.exe beim Schnelltest in einem älteren Testfeld von 300 Malwares bei mir noch übrig ließ, fand selbst MSE noch 12 Infektionen (die aber teils schon wieder Fehlerkennungen fehlerhafter Reparaturen sein könnten). Daher gilt:
  • Besser mit Boot: Eine wichtige Ergänzung bei begründetem Verdacht einer Infektion ist der Virenscan mit einer Antiviren-Boot-CD.
  • Geht es nur um eine einzelne Datei, sind Online-Scanner möglicherweise die bessere Wahl.
  • Microsoft offiziell: http://support.microsoft.com/kb/2520970

Virus gefunden?

Das Spiel kann natürlich auch so ausgehen:

Virus gefunden!

Wichtig:

  • Lassen Sie sich über die Blau unterlegten Links jeweils anzeigen, was gelöscht werden wird - bevor versehentlich irgendwas gelöscht wird, was Sie noch brauchen.
  • Und:
    Trauen Sie dem Microsoft Safety Scanner nicht: Wenn er was gefunden hat, dann war gewiss was da - suchen Sie dann unbedingt auch noch mit anderen Scannern, vorzugsweise verwenden Sie eine oder mehrere Antiviren-Boot-CDs.

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau ’normaler Nutzer‘ und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht’s um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

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2 Antworten

  1. Eckhard sagt:

    Ich vermute, dass dieser "Microsoft Safety Scanner" derselbe ist, der auch in den "MS Security Essentials" enthalten ist.
    Eckhard

  2. Andreas sagt:

    Glaub ich nicht, denn wie beschrieben habe ich das Ding auf ein altes Testset von 300 Malwares losgelassen und alles löschen und reparieren lassen. Das Ergebnis ließ ich von MSE durchsuchen, und der fand Malware in den Resten. Kann natürlich Signaturschrott sein, aber ich vermute (!), der Safety-Scanner fährt mit einem reduzierten Signatur-Set und sucht nur die aktuellste Malware, nicht die "Viren von gestern", ähnlich wie das Norton 360 V5 beim "intelligenten Scannen" macht.