Amazon Kindle-eBooks zurückgeben

Und das sogar 7 Tage lang! Das ist kulant von Amazon, aber natürlich ganz schöner Irrsinn, denn in 7 Tagen lese ich ja ein ganzes Buch. Aber man darf ja annehmen, dass Amazon, äh, 'Buch führt' und es bemerken würde, wenn einer diese Funktion missbraucht, also zum Beispiel *jedes" gekaufte eBook nach 6 Tagen "zurückgibt".
Auch ich bin ja Autor von E-Books (kaufen Sie es! Jetzt! Denn: Sie können es ja zurückgeben ...) - und als solcher sehe ich die Zahl der Rückgaben: Es kommt wirklich selten vor, Missbrauch scheint es eher nicht zu geben.

Wie auch immer, so gehts:

Amazon Kindle-EBooks zurückgeben

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Amazon Kindle E-Book zurückgeben

DOS war's.

Hinweise zur Rückgabe aus Autorensicht finden Sie in der Selfpublisherbibel.de

Andreas Winterer

Andreas Winterer ist Journalist, Buchautor und Blogger und beschäftigt sich seit 1992 mit Sicherheitsthemen. Auf unsicherheitsblog.de will er digitale Aufklärung zu Sicherheitsthemen bieten – auf dem Niveau 'normaler Nutzer' und ohne falsche Paranoia. Auf der Nachbarseite passwortbibel.de geht's um Passwörter. Bitte kaufen Sie eines seiner Bücher.

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5 Antworten

  1. Georg Walter sagt:

    Hallo,
    ich sehe das mit der Rückgabe anders. Wenn ein gekauftes eBook innerhalb von 2-3 Stunden zurückgegeben wird, muss ich Mißbrauch vermuten. Es ist ein Leichtes, ein eBook vom Kindle Reader auf die eigene Festplatte des Computers zu kopieren.

  2. ad84 sagt:

    >Georg Walter
    >ich sehe das mit der Rückgabe anders. Wenn ein gekauftes eBook innerhalb von 2-3 Stunden zurückgegeben wird, muss ich Mißbrauch vermuten. Es ist ein Leichtes, ein eBook vom Kindle Reader auf die eigene Festplatte des Computers zu kopieren.

    Datei auf den Computer rüberkopieren bring gar nix, denn bei Rückgabe erlischt die digitale Signatur (oder wie auch immer Amazon das macht) und man kann das Ebook nicht mehr öffnen, weder auf dem PC (für den es, abgesehen vom Cloud Reader -- aus dem das Ebook bei Rückgabe ja eh gelöscht wird -- keine Software gibt, die Kindle Ebooks öffnet), noch auf dem Kindle. Oder war mit "auf die eigene Festplatte des Computers kopieren" (sorry, what?) das Abfotografieren vom Kindle gemeint? Aber dafür sind widerum "2-3 Stunden" wohl eher knapp.
    *Gerade* wenn das Ebook nach "2-3" Stunden zurückgegeben wird, anstatt jedesmal kurz bevor die 7-Tage-Frist (mittlerweile 14 Tage) verstreicht, ist der Grund wahrscheinlich ein ehrlicher Irrtum des Kunden und kein Missbrauch.

    Wie meinte Nuhr doch so schon: wenn man keine Ahnung hat...

  3. ad84 sagt:

    Nachtrag: mich würde das echt mit dem Geschäftsmodell interessieren. Kann man gelesene Ebooks (die Leseposition wird ja an den Server gemeldet) wirklich zurückgeben? Der Rücksendebutton wird bei mir angezeigt, aber ich bin irgendwie wohl nicht dreist genug, das selbst auszuprobieren. Was hindert Leute dann daran, Ebooks zu kaufen, zu lesen und dann zurückgeben? Das ganze wäre dan kein Kauf sondern Ausleihe (mit Kaufpreis quasi als Pfand). Und zahlt man als ehrlicher Kunde letztendlich für alle anderen dann mit?

    • Andreas W. sagt:

      Genau könntest Du fragen, ob Du als ehrlicher Steuerzahler auch für alle Steuerdrückeberger mitzahlst (ja) oder als ehrlicher Warenbezahler auch für die Ladendiebe mitzahlst (ja) und als Schwarzfahrer von den Nichtschwarzfahrern mitbezahlt wirst (ja). Darüber braucht man nicht diskutieren. Entweder man verhält sich richtig oder eben nicht. Wenn die Zahl der Asozialen zu sehr steigt, dann wird sich die Welt auch entsprechend verändern.

      Ich denke nicht, dass die E-Book-Anbieter die Rückgabe "ewig" anbieten werden, und vielleicht auch nicht bei Büchern, die messbar gelesen wurden. Apple zum Beispiel hat da eindeutig ein System: Wurde die App mehrmals genutzt (oder vielleicht liegts auch an der Zeit seit dem Kauf), kann man sie nicht mehr zurückgeben - vorher schon.

      Bei E-Books war ich zu faul, das auszuprobieren. Generell ist es aber so, und das sage ich als Autor und als Helfer in einem Verlag, zuständig dort für E-Books:

      1. Ich will gerne gelesen werden und hoffe, dass meine Leser dafür auch gerne zahlen.

      2. Ich finde, wer ein Buch von mir nach 10 Prozent des Lesens zuklappt und sagt "Scheiße! Ich will mein Geld wieder!", der soll sein Geld auch wiederhaben. Das ist nur fair.

      3. Wer hingegen mein Buch komplett durchliest (;-) und erst *dann* behauptet, es habe ihm nicht gefallen, dem kann ich nicht ganz glauben. Aber solche Leute mag es auch geben. Ihnen kann man nur raten, künftig vielleicht früher zu einem alternativen Lesestoff zu greifen.

      4. Ich kann einzelne Menschen, die sich vor dem Zahlen drücken wollen, nicht daran hindern, mich auf diese Weise um meinen Verdienst zu bringen. Einige davon werden einfach Arschlöcher sein, andere einfach nur knapp bei Kasse sein.

      5. Ich kann nur hoffen, dass die meisten Menschen einfach ehrlich sind.

      Was also "hindert Leute dann daran, Ebooks zu kaufen, zu lesen und dann zurückgeben"? Vielleicht einfach das Gefühl, dass das unanständig wäre.